Montag, 21. Mai 2007

Namensgeber der Erich-Lexer-Klinik wird 140 Jahre

Am 22. Mai jährt sich zum 140sten Mal der Geburtstag eines bedeutenden deutschen Chirurgen: Erich Lexer. Der ehemalige Professor an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg war ein Pionier der Plastischen Chirurgie und hat bis heute große Bedeutung für sein Fachgebiet.

Der Sohn eines Germanisten machte sein Abitur in Würzburg. Mathematik und Sprachen setzten ihm zu, ihm lag eher die bildende Kunst. Beim Anatomischen Zeichnen entdeckte er sein Interesse für die Medizin.
Lexer begann ein Medizinstudium in Würzburg, welches er 1890 abschloss. Es folgten Ordinariate in Göttingen, Berlin, Königsberg und Jena.
Während des 1. Weltkrieges versorgte der Plastische Chirurg zahlreiche Verletzte als Lazarettarzt in Flandern. Er organisierte ein Zentrum für Plastische Chirurgie und widmete sich vor allem Gesichtsplastiken, totalen Nasenrekonstruktionen und Rekonstruktionen des Kiefers.

Nach dem Krieg wurde Erich Lexer als Professor nach Freiburg berufen. Dort war er tätig, bis er 1928 an die Universitätsklinik München wechselte. Neun Jahre später starb der Chirurg in einer Telefonzelle an einem Herzinfarkt. Zuvor hatte er einen befreundeten Kollegen wegen eines Gesundheitschecks aufgesucht; am Telefon wollte er seiner Frau mitteilen, dass alles in Ordnung sei.
Zu Lexers größten Leistungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zählt das erste Facelift in Deutschland 1906 und die erste veröffentlichte Brustverkleinerung weltweit 1920/21. Welche Bedeutung Erich Lexer heute noch hat, zeigt unter anderem der jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie verliehene Erich- Lexer- Preis.

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