Freitag, 17. Juni 2011

Französische Gesundheitsbehörde (HAS) sieht Gefährdung durch "Fett-Weg-Spritze" und andere "Wundermittel"

Menschliche Fettzellen in der Kulturflasche

Aktuell werden unzählige sog. "sanfte Verfahren" als nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten für die Korrektur (ästhetisch) störender Fettpolster aggressiv in den Medien beworben. Derartige Verfahren sind unter anderem die Injektionslipolyse, die Laserlipolyse ohne Absaugung und die Mesotherapie. Bei fehlendem Wirknachweis, trotz hoher Kosten und teilweise beschriebenen schweren Komplikationen rät die französische „Haute Autorité de santé (HAS)“ vom Einsatz solcher Verfahren zum Schutze der Patienten ab. Ein bereits erwirktes Verbot der Verfahren wurde zunächst außer Kraft gesetzt und wird aktuell erneut juristisch überprüft. In Deutschland sind sowohl Werbung für solche Behandlungen, wie auch die Durchführung erlaubt.

Die Fachärzte der Erich-Lexer-Klinik und der Abteilung Plastische und Handchirurgie der Universitätsklinik Freiburg haben sich nie auf diese experimentellen Behandlungen eingelassen, für die jeder wissenschaftliche Wirknachweis fehlt. Eine sachgerecht indizierte und durchgeführte plastisch-chirurgische Liposuktion (Fettabsaugung) stellt weiterhin das einzige effektive, sichere Behandlungsverfahren dar. Die intensiven Forschungsarbeiten an Fettgewebe, welche in den letzten 10 Jahren durch Herrn Dr. N. Torio-Padron durchgeführt wurden, bestärken die Überzeugung vieler Plastischer Chirurgen weiter von derartigen "neuen Behandlungsmethoden" Abstand zu nehmen.

Die wissenschaftliche Stellungnahme der Haute Autorité de santé (HAS) finden Sie hier.

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