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Ästhetische Chirurgie als Aufgabe der Universitätsmedizin: Erich-Lexer-Klinik am Uniklinikum wird am 10. März eröffnet

Mittwoch, 15. Februar 2006
Erich Lexer

"Wenn ich gewusst hätte, dass das auch an der Uniklinik operiert wird, wäre ich gleich zu Ihnen gekommen". Diesen Satz hören Fachärzte für Plastische Chirurgie viel zu oft, da in der Öffentlichkeit oft angenommen wird, an Universitätskliniken würden nur komplizierte Wiederherstellungsoperationen durchgeführt. Dabei ist die Ästhetische Chirurgie fester Bestandteil der sechsjährigen Facharztausbildung zum Plastischen Chirurgen und die profunde Kenntnis der rekonstruktiven Techniken die unabdingliche Basis für deren differenzierte Anwendung bei Operationen zur Verbesserung des Äußeren. Zwar wünschen sich die meisten Patienten, die sich für eine ästhetische Operation interessieren, eine solide und differenzierte Beratung und höchste Sicherheitsstandards, haben aber oft eine gewisse Scheu vor dem Großbetrieb eines Universitätsklinikums. Nun hat eine deutsche Uniklinik sich auch aktiv zu dieser medizinischen Aufgabe bekannt indem sie speziell eine eigene Klinik für Ästhetische Chirurgie einrichtet.

Mit der Erich-Lexer-Klinik, Privatklinik für Ästhetische Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Freiburg GmbH wird einmalig in Europa diese Lücke geschlossen: Gemeinsam mit Roland Burtsche dem Top-Hotelier des 5-Sterne-Colombi-Hotels in Freiburg und dem Klinikum eröffnen plastisch-chirurgische Fachärzte des Universitätsklinikums im Attika-Geschoss des Hotel Stadt Freiburg in eine Spezialklinik mit hochmodernen OPs, Behandlungsräumen und Patientenzimmern. Die als Privatkrankenanstalt zugelassene Klinik befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Uniklinikums und bietet neben individuellem Service die vollständige Anbindung an das Großklinikum. Diese Verbindung gewährleistet in maximale Sicherheit nach den Standards der plastischen Chirurgie im Universitätsklinikum in exklusivem Ambiente.

„Ästhetische Chirurgie kann einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität leisten. Aber es handelt sich um ärztliche Eingriffe an welche mindestens ebenso hohe Ansprüche bezüglich Sicherheit und Qualifikation gestellt werden müssen, wie sonst in der Chirurgie“ kommentiert Universitätsprofessor Dr. G. Björn Stark, Ordinarius für Plastische und Handchirurgie am Uniklinikum und ärztlicher Leiter der Erich-Lexer-Klinik. Ziel ist es, das ganze Spektrum der ästhetischen Plastischen Chirurgie durch Spezialisten anzubieten: So befassen sich der leitende Oberarzt Privatdozent Dr. Joerg Borges schwerpunktmäßig mit der Brustchirurgie  und der geschäftsführende Oberarzt Dr. Holger Bannasch mit Nasenoperationen.

Außer einer umfassenden Beratung und Behandlung soll in diesem Kompetenzzentrum die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung auf diesem Gebiet weiter verbessert werden: Für viele Verfahren in der Plastischen Chirurgie gibt es kontrovers diskutierte Alternativen. Durch wissenschaftliche Datensammlung sollten auch hier objektive Untersuchungen auf Basis einer evidenzbasierten Medizin erfolgen. Die Klinik knüpft eine die große Tradition des Freiburger Chirurgen und ehemaligen Chefs der Chirurgischen Klinik Erich Lexer an, der als ein weltweit anerkannter Pionier schon in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ästhetisch-chirurgische Operationsmethoden entwickelt hat.

Die offizielle Eröffnung und Vorstellung der Klinik findet am 10. März 2006 im Beisein des Rektors der Albert-Ludwigs-Universität, Magnifizenz Prof. Dr. Wolfgang Jäger, des Leitenden Ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums, Universitätsprofessor Dr. Dr. h. c. Matthias Brandis und des Kaufmännischen Direktors Dr. Frank Wertheimer statt. Mit seiner Beteiligung hat das Universitätsklinikum ein Zeichen gesetzt, der ästhetischen Chirurgie einen festen Platz im Leistungsspektrum des Klinikums zu geben.