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Kollagenase Injektion bei Dupuytren’scher Krankheit ohne Operation (Xiapex®)

Die Dupuytren’sche Krankheit, Kontraktur oder Morbus Dupuytren ist eine gutartige narbige Veränderung in der Hohlhand und an den Fingern. Diese Vernarbungen können sich zusammenziehen und verkürzen, was nach und nach zu einer Einschränkung der Streckfähigkeit der Finger (Kontrakturen) führt.

Die Ursache der Erkrankung ist leider immer noch ungeklärt, obwohl die Erkrankung sehr häufig ist. Männer in höherem Alter sind vermehrt betroffen.

Morbus Dupuytren
Morbus Dupuytren

Medikamente, Salben oder Beübung zeigen bei der Erkrankung keine Wirkung. Das Standardverfahren zur Behandlung der oft stark funktionell störenden Kontrakturen ist die Handoperation. Diese Operation kann zwar meist ambulant durchgeführt werden, zieht aber meist eine wochenlange Nachbehandlung nach sich. Des Weiteren sind Komplikationen, wie z.B. Wundheilungsstörungen nicht selten.

Jetzt gibt es ein neues Verfahren, welches in den USA entwickelt wurde und dort schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt wird. Dieses ist nun auch in Deutschland zugelassen.

Ein bestimmtes Enzym (Kollagenase) wird dabei in den narbigen Bindegewebsstrang eingespritzt und führt zur Auflösung dieses Stranges. Dies sollte zur Vermeidung von Komplikationen aber von geschulten Spezialisten mit guten Kenntnissen der Handchirurgie durchgeführt werden.

Wer ist geeignet für die Kollagenase Behandlung

Patienten mit einer fortgeschrittenen Dupuytren’schen Erkrankungen sind gute Kandidaten für den Eingriff. Es sollte bereits ein deutlicher Strang vorhanden sein.

Durchführung des Eingriffes

In einem ersten Schritt wird das Medikament in den Strang eingespritzt. Dies dauert insgesamt ca. 30 Minuten und erfolgt ambulant. Es wird dann ein Verband angelegt.

Am Folgetag wird in einem zweiten Schritt der Strang dann aufgelöst. Hierbei kann das Narbengewebe, welches enzymatisch aufgelöst ist, durch reines Strecken des Fingers aufgebrochen werden. Auch dieser Schritt erfolgt ambulant. Eventuell wird eine Schiene für einige Tage verordnet. Die Hand sollte für ca. 1 Woche geschont werden.

Das Ergebnis

In großen klinischen Studien konnten nach 2 Jahren keine wesentlich höheren Rückfallraten im Vergleich zu der Operation festgestellt werden. Die Behandlung kann gegebenenfalls auch wiederholt werden.